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USER INSIGHT REPORT

Zusammen innovativer: So können Medienhäuser und Startups kooperieren

Wie sieht der perfekte Kunde für ein Medien-Startup aus? Es ist einer, der Zeit für Entwicklung gibt, Geld hat und risikobereit ist. Der perfekte Dienstleister für ein Medienhaus dagegen liefert sofort, kostet wenig und hat schon ein paar erfolgreiche Cases auf dem Buckel - ist aber trotzdem noch neu und innovativ.

Auf den ersten Blick passt das nicht zusammen. Trotzdem können Startups Medienhäuser empowern, die digitale Transformation erfolgreicher anzugehen. Zusammen kann der Wandel schneller und besser umgesetzt werden. Dieser Report untersucht, welche Hürden es dabei gibt, wie sie sich umgehen lassen - und wie sich die beiden unterschiedlichen Partner besser verstehen können.

ZIEL UND ZWECK UNSERES USER INSIGHT REPORTS

Inspiration und Starthilfe für mehr Innovation in Medienhäusern sowie für intensivere und besserer Kooperationen zwischen Medienhäusern und Medien-Startups

 

UNSER VORGEHEN

  • Führen von qualitativ-
    explorativen Interviews
    mit innovations-
    relevanten Stakeholdern

  • Sammeln von Bedürf-
    nissen und Erfahrungen
    der Interviewten

  • Ableiten von
    Beobachtungen und
    Potenzialfeldern

  • Formulieren von
    praktischen
    Reflexions- und
    Lösungs-
    findungsfragen

Unsere Ergebnisse

haben wir in zwei sich gegenseitig ergänzenden Teilen zusammengefasst

Teil I

INNOVATION IN MEDIENHÄUSERN - DAS SIND DIE HERAUS­FORDERUNGEN

Innovation findet in Medienhäusern auf unterschiedlichen Ebenen statt: Formate, Kanäle, Workflows und Geschäftsmodelle sind betroffen. Große Medienhäuser mit vielen Ressourcen sind seit einigen Jahren dabei, diese Fronten strategisch anzugehen und sind auch nicht vor radikalen Umbauprozessen zurückgeschreckt. Kleinere Medienhäuser mit weniger Ressourcen betreiben Digitalisierung oft eher inkrementell und priorisieren stärker, wo sie als Nächstes ansetzen. In beiden Fällen gibt es zahlreiche Herausforderungen.

1 | 6

»Innovation und Veränderungsprozesse kann man nicht auslagern. Diese Prozesse müssen von den Menschen in den Unternehmen initiiert werden.«

Geschäftsführer

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»Man hat gesehen, dass man dezidiert Mittel und Stellen braucht für das Thema Innovation. Die Geschäftsführung hat Tickets mit Budget versehen. Ohne diesen finanziellen Freiraum wären die Tests nicht möglich.«

Innovationsmanagerin

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»Für Verlage ist auch das Thema Arbeitgeber­attraktivität wichtig. Da werden sich auch Redaktionsleiter noch umstellen müssen. Wenn jemand ablehnend gegenüber Innovation ist, dann wirkt das auf Menschen negativ. Junge Menschen gehen, wenn sie belächelt werden. Junge Mitarbeiter:innen sagen mir oft: 'Die Alten verstehen meine digitalen Themen nicht.«

Organisationsentwicklerin

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»Eine Idee ist nur gut, wenn sie heute schon Geld verdient.«

Leiter Innovation

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»Wir wollen nicht die innovative Speerspitze sein, wir wollen aber die Entwicklungen mitbekommen und schnell bewerten und reagieren.«

Geschäftsführer

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»Wir haben uns technologische Themen angeschaut, wie z.B. VR. Das ist aber noch nicht relevant, da es für Verlage auch noch keine Geschäftsmodelle gibt.«

Leiter Innovation

Teil II

SO GELINGEN KOOPERATIONEN ZWISCHEN MEDIENHÄUSERN UND STARTUPS

Eine wichtige Quelle von Innovation für Medienhäuser sind Startups. Diese erfassen neue Trends und Möglichkeiten und setzen diese durch ihre Größe und flachen Hierarchien oft beeindruckend schnell um. Aber wie kommen neue Technologien von den Startups in Medienhäuser? Wie gehen Medienhäuser mit innovativen Lösungen um, die in Startups entwickelt werden? Hier offenbaren sich in der Praxis einige Hürden, die überwunden werden wollen, um das Potenzial der Zusammenarbeit auszuschöpfen und um mehr Innovation zu ermöglichen.

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»Wir haben immer alles selbst gemacht. Das CMS haben wir selbst produziert. Irgendwann haben uns alle überholt, weil die anderen auf neue Technologie gesetzt haben«

Geschäftsführerin

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»Wir haben uns irgendwann gegen Medienhäuser entschieden, weil es viel zu teuer ist. Die Abstimmungs­schleifen dauern sehr lange.«

Startup-Gründer

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»Wir sind in den kommenden beiden Jahren mit dem digitalen Workflow und mit unserem CMS beschäftigt. Da ist dann nicht mehr viel Spielraum für Innovation.«

Stellvertretender Chefredakteur

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»Bei Verlagen waren alle nett, aber es hat immer ewig gedauert. Da gab es Aussagen wie, dass gerade an einer großen Strategie gearbeitet wird und wir doch bitte Geduld haben sollen. In Verlagen wird das verschleppt.«

Startup-Gründer

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»Meine Erfahrung ist, dass sich Startups meist einen aggressiven Vertrieb zulegen, bevor es ein fertiges Produkt gibt. Du bekommst das Versprechen des Produktes lange vor dem Produkt.«

Projektmanager

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»Wir sind offen für Piloten. Wenn Startups schon gut aufgestellt sind und es nix kostet, dann nehmen wir das gerne mit.«

Mitglied der Chefredaktion

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»Für ein Startup ist es schwierig, sich mit den Beschaffungsprozessen eines Hauses auseinanderzusetzen.«

Geschäftsführer

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»Ob ein Startup mit mir ins Gespräch kommt, ist Zufall. Es fehlt mit Sicherheit ein strukturierter Überblick.«

Leiter Content Development

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»Bei den Startups ist häufig zu viel Idealismus dabei. Die kennen die Verlagswelt meist nicht. Ich wünsche mir, dass die Teams weniger Feature- und mehr Need-getrieben sind. Auch die Monetarisierung sollte durchdacht sein

Leiter Produktentwicklung

Details

Zum Report

Deshalb haben wir den Report für euch entwickelt

Inspiration und Starthilfe für mehr Innovation in Medienhäusern sowie für intensivere und besserer Kooperationen zwischen Medienhäusern und Medien-Startups

Demografische Daten

Unsere 30 Interviews mit Kolleg:innen aus der Branche waren qualitativ und explorativ. Wir waren auf der Suche nach Bedürfnissen, spannenden Geschichten, unerwarteten Widersprüchen und Einsichten.

Geschlechterverteilung

  • 10 Frauen
  • 20 Männer

Alter

  • 7 Personen im Alter von 18 – 30
  • 12 Personen im Alter von 30 – 45
  • 11 Personen im Alter von 45 +

Verteilung der Fokusgruppen

  • 5 strategische Entscheider:innen
  • 10 Innovationsmanager:innen
  • 4 operativ Tätige
  • 4 Nachwuchskräfte
  • 5 Startups
  • 2 sonstige Fokusgruppen

Verteilung nach Mediengattung bzw. Ursprung des Unternehmens:

  • 16 Mitarbeiter:innen aus Zeitungsverlagen
  • 4 Mitarbeiter:innen aus Magazinverlagen
  • 4 Mitarbeiter:innen aus dem Rundfunk
  • 6 Mitarbeiter:innen aus sonstigen Mediengattungen

Vorgehen

  1. Führen von qualitativ-explorativen Interviews mit innovationsrelevanten Stakeholdern
  2. Sammeln von Bedürfnissen und Erfahrungen der Interviewten
  3. Ableiten von Beobachtungen und Potenzialfeldern
  4. Formulieren von praktischen Reflexions- und Lösungsfindungsfragen für mehr Innovation und bessere Kooperation zwischen Medienhäusern und Startups

Ihr habt nach dem Lesen Fragen, Anregungen, Kritik oder Gesprächsbedarf? Meldet euch gerne bei uns und sagt hi@media-lab.de!

Ihr habt noch Fragen oder Gesprächsbedarf?

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