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Die Debatten um Fake News oder auch jüngst die Corona-Pandemie haben gezeigt, wie wichtig unabhängige, verlässliche Informationen für eine Demokratie sind. Doch gerade vielen Regionalmedien ist in den vergangenen Jahren der Nachwuchs abhanden gekommen. Alexandra Haderlein beschäftigt sich im Rahmen des R&D Fellowships damit, warum das so ist und vor allen Dingen, wie Lokalnachrichten wieder zu den Menschen, insbesondere den Millennials, finden.

Egal, ob ich durchs Fernsehen zappe, durch das Netz surfe oder in den sozialen Medien unterwegs bin: Tiefgründige Medienangebote für meine Generation, die sogenannten Millennials, kenne ich bislang nur vereinzelt, auf regionaler Ebene noch gar nicht. Dabei kann ich mir nicht vorstellen, dass nur mich mehr interessiert als Z-Promis auf irgendwelchen Inseln, die neuesten Kosmetika oder das Müllproblem in Hinterdupfing.

Reuters-Studie untermauert den Wunsch nach Information

Der Digital News Report 2020 des Reuters Institutes der University of Oxford zum Medienkonsum untermauert zumindest meine Zweifel: Die Nutzung vertrauenswürdiger Medienangebote ist angestiegen und „There is still demand and trust for them [local news] – in general and even more so in times of crisis“, heißt es dort beispielsweise. Auch die 70 befragten Personen (19- bis 80-Jahre) der Wochenblatt-Studie des Media Lab Bayerns bestätigen, dass sie sich schon dafür interessieren, was in ihrer unmittelbaren Umgebung passiert. Das Interesse ist also da – auch bei „den Jungen“!

Warum ist der Faden zu „den Jungen abgerissen“?

Wie ein lokales Medienangebot aussehen muss, das Millennials anspricht, möchte ich im Rahmen des zweimonatigen R&D Fellowships im Media Lab Bayern herausfinden. Dazu werde ich die 24- bis 39-Jährigen befragen und so hoffentlich Antworten auf unter anderem folgende Fragen finden: Wie empfinden sie den derzeitigen Lokaljournalismus? Warum ist der Faden zwischen Medienmachenden und jüngeren Mediennutzenden abgerissen? Und wie lässt er sich wieder aufnehmen? Was wünschen sich die Millennials? Wie könnten Lösungsansätze aussehen?

Einbindung der Nutzer*innen auf www.lokalblog-nuernberg.de

Ich werde mir ansehen, was Millennials bislang so am Markt geboten wird, jede Menge Gespräche führen und schließlich mit meinem agil entwickelten Angebot www.lokalblog-nuernberg.de eigene Live-Tests vornehmen, um zu testen, was meine Generation anspricht – und was nicht.

Immer wieder habe ich bei meinen bisherigen beruflichen Stationen und dem Austausch mit diversen Kolleg*innen in ganz Deutschland mitbekommen, wie sehr die Generationen fehlen, die oftmals ohne Zeitung am Frühstückstisch aufwuchsen. Statt ins Wehklagen einzustimmen oder gar den Ist-Zustand stoisch zu akzeptieren, will ich, schon allein aus Eigennutz #millennial, Lösungen erarbeiten und diese hier alsbald möglich präsentieren.

 

Was ist das R&D Fellowship?

Du willst mehr erfahren und denkst darüber nach auch an einem Medienproblem zu forschen und Lösungen zu entwickeln? Bewirb dich jetzt für das R&D Fellowship.

Wenn du mehr zu den verschiedenen Themen des R&D Fellowships lesen willst, dann klicke hier!

Text: Alexandra Haderlein

Alexandra Haderlein

Alexandra Haderlein ist freie Multimedia-Redakteurin aus Nürnberg. Als Fan digitalen Journalismus‘ sucht sie nach kreativen Lösungen für Nutzer*innen, die die klassischen (Regional-)Medien verloren haben. Im Rahmen des R&D Fellowships hat sie www.lokalblog-nuernberg.de/newsletter gestartet. Das erste Medienangebot in ganz Deutschland, das ausschließlich auf lösungsorientierten Lokaljournalismus und Partizipation auf allen Ebenen setzt.

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