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Media Lab Bayern Newsletter

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22. Januar 2021

Let Good Ideas Rise – das Media Startup Fellowship

Von der Bewerbung bis in den Einhornstall. Hier erfährst du, was es mit dem Media Startup Fellowship auf sich hat und was du vom Förderprogramm im Media Lab Bayern erwarten kannst.

BIFF - Best Innovation Friends Forever

Jeder und jede, die einen innovativen Ansatz für die Medienbranche hat, kann uns eine Freundschaftsanfrage in Form einer Bewerbung schicken. Die Frage lautet dann eigentlich nur, welches Freundschaftsprogramm soll es sein? Wir haben verschiedene Förderungsmöglichkeiten, eine davon ist das Media Startup Fellowship (MSF). Hier treffen sich Menschen, die ein Medienstartup gründen möchten oder schon gegründet haben. Wir unterstützen Gründer:innen und Teams mit Geld, Coaching, Arbeitsplätzen, Kaffee und einem Umfeld, das Lust auf Innovation hat. Warum? Weil wir der Überzeugung sind, dass viele tolle Ideen da draußen sind und wir helfen möchten, diese Realität werden zu lassen. Dass das manchmal schwierig ist, hast du wahrscheinlich schon selbst erfahren. Manchmal mangelt es an Mut, manchmal bremst das Umfeld und manchmal braucht man einfach Freunde, die einen auf dem neuen Weg begleiten. Wenn du dich in diesen Worten wiederfindest: Glückwunsch! Du hast im Media Lab Bayern gerade viele neue Freunde gefunden.

Unsere Passion: Trends, Pionierarbeit und ein Einhorn

Das MSF beginnt immer mit deiner Bewerbung. Erzähl uns, warum Medienhäuser dein Startup unbedingt auf dem Schirm haben sollten und wo wir dich unterstützen können, um dich aufs nächste Level zu heben.

Im Media Lab stellen wir immer die Lauscher auf, wenn es um neue Ansätze, Ideen oder Konzepte geht. Egal ob Content, AI & Bots, AR & VR, Payment oder Datenverarbeitung – wir wollen wissen, wie wir mehr Innovation in die Medienbranche bekommen. Manchmal ist der Fall klar, wie beim Startup The Story Market aus unserem Batch #6. Gründerin Lena wollte Reporter aus dem Ausland mit deutschsprachigen Medienhäusern zusammenbringen. Herausgekommen ist The Story Market. Auf der Plattform können Journalisten ihre im Ausland publizierten Artikel zu Verfügung stellen, und deutschsprachige Medienhäuser können diese (übersetzt) für sich nutzen.

Manchmal ist der Brückenschlag für eine Idee in die Medienbranche auch etwas hintergründiger und am Ende dann doch ein riesiger Erfolg. So war das beispielsweise beim Startup Fusionbase aus Batch #7. Die Gründer Kevin und Patrick beschäftigten sich mit der Verwendungsmöglichkeit von externen Daten. Als Zielgruppe hatten sie eher die Industrie im Kopf. Dann trafen sie zufälligerweise auf eine Datenjournalistin der SZ. Die Fusionbase-Gründer bemerkten: Hey, die Medienbranche verarbeitet in Berichterstattungen viele Daten und benötigt Tools, die eine Darstellung von Daten leicht möglich macht - und das Ergebnis sollte gut ausschauen. Im Media Lab fanden Fusionbase dann das passende Netzwerk. Inzwischen kooperieren sie mit mehreren Verlagen.

Ein Drei-Tage-Date

Die Startups, die sich bei uns bewerben, sind thematisch wirklich breit aufgestellt. Leider haben wir nur eine begrenzte Anzahl an Startplätzen in jedem Batch (“Batch” ist unsere Bezeichnung für einen "Jahrgang” des Fellowships). Wenn deine Bewerbung uns geflasht hat, wirst du erst einmal zum Bootcamp eingeladen. An mehreren Tagen absolvieren wir einen gemeinsamen Workshop. Hier triffst du das erste Mal auf Coaches und wir machen einen kleinen gemeinsamen Design Sprint. Am Ende pitchst du deine Idee. So lernen wir uns richtig gut kennen. Und das Beste ist: Es sind noch andere Startups dabei! So manche Gründer:innen haben hier schon wichtige Kontakte geknüpft.

Darauf kommt es an

Wichtig ist uns, dass deine Idee innovativ ist und du die Power hast, daran zu arbeiten. Außerdem sollte deine Idee schon eine gewisse Reife haben, zum Beispiel ein erster Prototyp existieren. Alles in allem entscheidet aber der Gesamteindruck, den du vermittelst. Ein wichtiger weiterer Faktor ist auch dein Team. Unsere Programmmanagerin Pia drückt es so aus: „Wir suchen Captain Planet!“.  Captain Planet ist eine Zeichentrickserie aus den 90iger Jahren. Fünf Protagonisten tragen jeweils einen Ring, der den Elementen zugeordnet ist: Erde, Wasser, Feuer und Wind. Das fünfte Element ist Liebe. Vereinen die fünf Protagonisten ihre Kräfte, entsteht der unbesiegbare Captain Planet. Und genauso sollte dein Team sein. Jeder trägt seinen Teil zu eurem (zukünftigen) Startup bei und es entsteht ein Captain Planet, der sich allen Herausforderungen stellt.

Die besten Einhörner im Stall

Die besten Startups aus dem Bootcamp bekommen jeweils eine eigene Box in unserem Stall der Innovationen. Los geht es mit der Startup School. Dort bekommst du zwei Wochen lang tägliche Coachings, damit alle mit der gleichen Pferdestärke auf die Reise gehen. In den neun Monaten danach wirst du viele Ahhs und Ohhs haben. Du triffst viele neue Gesichter – allen voran deine Mitfellows, die mit dir das MSF bestreiten. Aber auch das Media-Lab-Team, Coaches und Menschen, die dir wertvolle Insights aus Medienhäusern geben werden. Einer unserer Coaches ist beispielsweise der Lean Startup Coach Thomas Hartmann: „Gründer sind immer sehr überzeugt von ihrer Idee und haben unglaublich viel Energie. Und manchmal können wir helfen, dass die Energie einfach effizienter und besser eingesetzt wird und die Teilnehmenden mit ihren Projekten schneller vorankommen. Das freut mich natürlich, wenn du dann mit Teilnehmern sprichst, und du merkst, dass es ihnen wirklich geholfen hat“. Janet von FamilyPunk aus Batch #7 kann das nur bestätigen: „Die Struktur des Programms half uns, einen klaren Fahrplan für die ersten Monate in unserem Unternehmen zu entwickeln, Ziele und Meilensteine zu setzen und die ersten wichtigen Schritte auch erfolgreich zu meistern“.

Die Struktur, die Janet meint, sind die drei Phasen des MSF. Phase eins ist die Produktphase – hier geht es darum, den richtigen Problem-Solution-Fit zu finden. Du beschäftigst dich mit Problemstellungen und damit, ob deine Lösung passend ist.

In Phase zwei geht es um den Product-Market-Fit und um Sales. Die Teams denken über eine Vergrößerung ihrer Zielgruppe nach. Dazu prüfen sie, wie das Produkt zu mehr Menschen passt und seine Markttauglichkeit erweitert werden kann.

Als letztes kommt die Investment-Phase. Hier stellt sich die Frage, ob du ein skalierendes Produkt oder ein Nischenprodukt anbietest. Benötigst du (Risiko-)Kapitalgeber oder baust du auf Bootstrap-Finanzierung?

Jetzt fehlst eigentlich nur noch du

Aktuell läuft die Bewerbungsphase für MSF Batch #9. Egal, wie crazy deine Idee ist: Wenn du dich in diesem Text wiedererkennst, dann wollen wir dich kennenlernen! Wenn du noch Fragen hast, melde dich einfach bei uns im Lab. Und wenn du eine Idee hast, aber noch keine Lust ein eigenes Startup zu gründen, dann schau doch mal bei unseren anderen Programmen und Challenges vorbei. Im R&D Fellowship kannst du deine Idee zum Beispiel erstmal validieren oder in einer Open Innovation Challenge ein schnelles Produkt auf die Beine stellen.

Text: Sabrina Harper
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