Mehr Akzente im Journalismus
Impuls
Impuls
Wenn ich an meine Anfangszeit in Deutschland zurückdenke, erinnere ich mich an ein Gefühl der Scham. Ich hatte das Privileg, nicht aufgrund meines Aussehens marginalisiert zu werden, aber sobald ich sprach, wurde mir oft die Glaubwürdigkeit abgesprochen. Ich gehöre zu den vielen Menschen in Deutschland, die einen fremdsprachlichen Akzent haben und in Bereichen wie Politik und Journalismus noch eine Rarität sind. Auch weil (bestimmte) Akzente oft bewusst oder unbewusst mit Faulheit oder gar Unfähigkeit gleichgesetzt werden. Es ist an der Zeit, dass sich das ändert. Das Erlernen einer Sprache erfordert Zeit und Disziplin. Beginnen wir also damit, diese Anstrengung angemessen zu würdigen!
Speaker:innen
Francesca Polistina
Freie Journalistin, Süddeutsche Zeitung, Die Tageszeitung
Francesca Polistina ist eine italienische Journalistin, die seit 2013 in Deutschland lebt, aktuell in München. Sie hat bei der SZ volontiert und arbeitet nun als freie Reporterin für diverse Medien. Sie schreibt gerne über ihr Herkunftsland und über Themen, die den Alltag der Menschen betreffen.
Foto: Photogenika
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Take your Space – Zeit für deine Perspektive
Journalismus gewinnt an Relevanz, wenn er die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite abbildet. Medienschaffende, die unterschiedliche Lebensrealitäten mitbringen, zum Beispiel durch ihre Migrationsgeschichte oder soziale Aufstiegswege, liefern genau die Expertise, die in den Medien oft fehlt.