Keine Medien-Innovationen, Events und Startups mehr verpassen? Abonniere unseren Newsletter! Will ich haben!

Hustling - die Secret Sauce des Media Lab's und wie ihr eure eigene findet

(Kommentare: 0)

16. März 2020

Hustling - die Secret Sauce des Media Lab's und wie ihr eure eigene findet

Das Media Lab Bayern und die Startups des Media Startup Fellowship-Programms leben nach dem Mantra "Ärmel hochkrempeln und loslegen".

Unsere neue Resident Coachin, Pranjal Henning beschreibt in diesem Blogbeitrag, was ihrer Meinung nach die Secret Sauce des Media Labs ist und wie sie diese Sauce nutzen möchte den Teams aus Batch #7 bei der Erreichung ihrer Ziele zu helfen.

 

Die Secret Sauce

Als amerikanisches Transplantat nach Deutschland werden mir häufig Fragen gestellt, wie "Was sind die Unterschiede zwischen Startups in den USA und Deutschland?", "Wie können wir das nächste Silicon Valley bauen?", etc. Der Grund, warum ich mich entschieden habe mit dem Media Lab Bayern eng zusammenzuarbeiten, ist, dass sie nicht vorgeben, etwas zu sein, was sie nicht sind. Das Media Lab hat eine klare Value-Proposition - nämlich den nötigen Raum, die Ressourcen, das Netzwerk und das Know-how zur Verfügung zu stellen, um digitale Ideen zu starten und zu entwickeln und damit die Zukunft der Medienindustrie wirklich zu bewegen. Dabei ist meiner Meinung nach das, was die Zusammenarbeit mit dem Lab wirklich einzigartig macht, ihre Secret Sauce: das Hustlen. Diese Einstellung des Ärmel hochkrempeln und "Get-Sh*t-Done"-Haltung kann jeden inspirieren, besonders aber Gründer, die am Media Startup Fellowship teilnehmen möchten.

Von der Summer School zur Startup School

Ein Paradebeispiel dafür, wie das Media Lab Bayern sein Engagement in die Praxis umsetzt, ist das Summer School Programm. Im vergangenen Sommer hatte ich die wunderbare Gelegenheit, zusammen mit dem Media Lab Team die Summer School zu gestalten. Inspiriert von Ash Maurya und Eric Ries' Lean Startup-Ansätzen haben wir die Methoden, die wir später auch im Lehrplan verwendet haben, zur Konzeption der Summer School selbst angewendet. So haben wir zum Beispiel einzigartige Aktivitäten gebrainstormt, iterativ an einem Prototypen des Lehrplans gearbeitet und Feedback gesammelt. Dadurch konnten wir das Konzept letztendlich so weit verbessern, dass es zu einem maßgeschneiderten Erfolgsprogramm wurde.

Den gleichen Ansatz haben wir dann auch bei der Erstellung des Lehrplans der Startup School angewandt. Die Startup School ist der Auftakt des Media Startup Fellowships, ein zweiwöchiger Intensivkurs, bei dem die Teams ihre Ideen weiter kristallisieren, sich herausfordernde Meilensteine setzen, auf die sie hinarbeiten können, und eine Einführung in das riesige Media Lab Netzwerk bekommen. Mein persönliches Ziel für die Startup School ist es, von Anfang an, den Mindset und Spirit des Media Labs auf die Teams des Batch #7 zu übertragen.

Macht einfach etwas

Nach meiner Erfahrung in der Arbeit mit Startups gibt es oft Angst davor nicht zu wissen, wo man anfangen soll. Die Arbeit, die Gründer vor sich sehen, ist in der Regel nur die Spitze des Eisbergs, und es kann sich beängstigend anfühlen, zu versuchen, den weniger eingeschlagenen Weg zu gehen, vor allem, wenn sich viele der Aufgaben immer weiter aufstauen. Hier ist die Hustle-Mentalität des Media Labs meiner Meinung nach am besten anwendbar.

Wir haben die Startups von Batch #7 betreut, um eine Experimentierstrategie und einen Plan zu entwickeln, die unserer Arbeit neue Impulse geben (hier gibt es einen Best Practice Tipp vom Resident Coach des Batch#6). Die Experimentierstrategie und der Experimentierplan ermöglichen es unseren Startups:

  • ihre Hypothesen und Annahmen zu konkretisieren
  • eine Kombination von Testmethoden auszuwählen
  • zu planen, wann und mit wem sie Validierungs-Tests durchführen werden
  • ...und den Hustle zu haben, schnell alle Tests nacheinander zu absolvieren.

 

Es läuft alles darauf hinaus, diesen ersten Schritt zu tun. Die Planung von Experimenten ermöglicht es Startups, ihre Aufgaben zu priorisieren und, was noch wichtiger ist, festzustellen, welche erschwinglichen Risiken sie bereit sind, auf ihrem unternehmerischen Weg zu gehen.

Findet auch ihr eure Secret Sauce

Obwohl das Media Lab seine Secret Sauce ‘Hustling’ auch dafür nutzt die Startups des MSF mit diesem Mindset zu empowern, ist es trotzdem wichtig, dass jedes Startup im Laufe der Zeit seine eigene Secret Sauce findet. Die Bewältigung von Herausforderungen im Zusammenhang mit einzigartigen Geschäftsmodellen, unterversorgten Kundensegmenten und aufkommenden Technologien wird die Startups von Batch #7 der Perfektionierung des Rezepts ihrer eigenen ‘geheimen Soße’ ein gutes Stück näher bringen. Wie bei jedem neuen Rezept braucht es einige Versuche, um es richtig hinzubekommen. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon sagen zu können, dass die Gründer von Batch #7 bereit sind, sich der Herausforderung zu stellen!

Text: Pranjal Henning

Pranjal Henning

Pranjal Henning ist neue Resident Coachin für das neue Batch #7 des MSF. Sie hat mehr als 10 Jahre Erfahrung in Company Building und der Leitung von Innovationsprojekten mit Corporates und Startups aus verschiedenen Branchen und Regionen. Zu ihren beruflichen Meilensteinen gehören die Leitung von Company Building Projekten mit DAX30 und deutschen KMUs als Managerin bei Deloitte Digital Ventures, sowie die Arbeit im Bereich User Experience für einen Distributor für Industriebedarf.

pranjalhenning.com

Dein Kommentar dazu:

Was ist die Summe aus 7 und 1?