Media Research & Development | 14.08.2020

Personalisieren von wissenschaftlichem Content im Bereich Ernährung

Immer mehr Menschen möchten sich bewusster ernähren oder haben durch Intoleranzen Probleme, die richtigen Lebensmittel zu finden. Das Smartphone als mobilen Begleiter nutzen wir alle täglich. Da kam unseren Research & Development Fellows Isabella und Rainer die Idee: Kann eine App helfen sich gesünder zu ernähren und bei Lebensmittelunverträglichkeiten helfen den Alltag zu erleichtern?

Isabella hat vor sechs Jahren ihr Foodtruck- und Catering-Unternehmen gegründet. Im Angebot sind leckere und gesunde Gerichte in Bio-Qualität. Vor allem sind die Rezepte aber auch für Menschen mit Lebensmittelintoleranzen geeignet.

Wir arbeiten im R&D Fellowship in Teilzeit. Das heißt, wir haben jetzt Halbzeit. Seit Mai sind wir mit unseren tollen Fellows, dem Orga-Team und unserem Coach Thomas durch sechs Workshop-Tage gesprintet. In dieser kurzen Zeit haben wir viele verschiedene Übungen absolviert und sehr schnell wertvolle Kenntnisse zu unserer Idee erhalten. Egal ob alleine, in kleinen Gruppen oder als Coachingvortrag - die Workshop-Struktur sorgt für Abwechslung und am Ende des Tages hat man sehr viel geschafft:

  • Wir lernten in den ersten Workshops unsere Idee auf den USP (Unique Selling Point) zu reduzieren und die Zielgruppe genauer zu definieren: Was ist das Problem unserer Zielgruppe und wie bieten wir die passende Lösung dazu an?
  • In weiteren Workshops wurde ein Fragenkatalog erarbeitet. Im Anschluss führten wir 38 Interviews mit Personen aus der Zielgruppe.
  • Mit diesen Erkenntnissen ging es ans “Pretotypen”: Mit Adobe XD entwickelten wir einen Click-Dummy und sammelten mit einer Umfrage erneut Feedback, um unsere Idee zu evaluieren.
  • Der Pitch-Workshop war sensationell: Nach drei Iterationen hatten wir ein 18-seitiges Pitch-Dokument und konnten unsere Idee in 5 Minuten sehr präzise vorstellen.
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Wir kamen mit einer großen Vision zu unserer App zum R&D Fellowship. In den Workshops lernten wir genauer auf den USP und die Zielgruppe zu achten.

  • Unsere Zielgruppe wurde immer feiner justiert, damit bei der späteren Entwicklung der Fokus auf den richtigen Features liegt.
  • Anfangs zielte die App auf alle Personen, die ihre Ernährungsweise verändern/verbessern wollen.
  • Zwischendurch waren es Personen mit Lebensmittelintoleranz /-allergie und/oder Personen mit Beschwerden nach einer Mahlzeit, die sich gesund und ausgewogen ernähren wollen.
  • Aktuell sind wir bei Personen, die ihre Lebensmittelintoleranz entdecken, verstehen und Beschwerden reduzieren wollen.
  • In den Interviews mit der Zielgruppe stellte sich heraus, dass Ärzte und Ernährungsberater oft nicht ausreichend weiterhelfen können. Zudem ist das Tracking der eigenen Essgewohnheiten zeitaufwendig und komplex.
  • Bei der Entwicklung des Click-Dummys lag der Fokus deshalb auf dem Feature “Mahlzeit und Beschwerde eintragen und Analyse erhalten”.
  • Nach dem Testen des Click-Dummys gaben uns 75% (!) der Tester ihre E-Mail, damit wir sie bei der weiteren Ausarbeitung unserer Idee auf dem Laufenden halten.
  • Als zweites Feature wurde ein integrierter »Mikronährstoff-Coach« gewünscht. Dieser soll die Nährstoffe in den gegessenen Lebensmittel und dem Nutzer im Anschluss Feedback geben, wie die Tageszufuhr an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelemente etc. eingehalten werden kann.


Die App verarbeitet jede Menge Nutzerdaten wie Mahlzeiten und Beschwerden nach dem Essen. Diese werden mit verschiedenen Datenbanken abgeglichen, um dem Nutzer sein personalisiertes Feedback zu geben. Zu den Datenbanken gehören unter anderem der Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) oder die Sighi Liste (Einstufung zu Histaminintoleranz). Weitere Quellen für wissenschaftliche Daten zum Thema Ernährung und Unverträglichkeiten haben wir bereits zusammengetragen und bereiten diese aktuell auf.

Am 30. Juni hatten wir beim Demo-Day des Media Labs einen erfolgreichen Pitch. In den nächsten zwei Monaten gibt es noch einige kritische Fragen zu beantworten. Was halten Ernährungsberater und -wissenschaftler von unserer Idee? Kann eine Künstliche Intelligenz mit den gewonnen Daten arbeiten und sinnvolles Feedback geben? Wie groß ist der Markt und welche anderen Anwendungen gibt es? Außerdem startet mit allen gesammelten Erkenntnissen und dem Feedback der letzten Monate auch die Programmierung eines ersten Prototypen.

Wir freuen uns auf zwei weitere spannende Monate und darauf über unseren Fortschritt zu berichten.

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