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07. Mai 2020

Focal Analytics im Media Lab: Von der Technologie, die sie lieben, zum Produkt, das Kunden lieben

 

Ein Gastbeitrag von Focal Analytics

Mit dem Prototyp ins Media Lab

Gestartet sind wir in das Media Lab Fellowship mit einem Prototyp unserer Software und einer groben Idee der Zielgruppe – seitdem ist viel passiert. Wir haben noch häufig unsere Zielgruppen und die darauf passenden Features iteriert, ständig die Wettbewerber- und Marktanalysen überarbeiten müssen, Finanzierungen angebahnt und wieder abgesagt, unser Preismodell geändert, Verträge entwickelt, uns um Datenschutz gekümmert, Förderanträge und Projektberichte geschrieben, Pilotprojekte gestartet, das Team verändert – und inzwischen die GmbH gegründet.

Vor und auch noch ein paar Monate während des Media Lab Fellowships wurde Focal Analytics durch das EXIST-Programm gefördert. Ein super Programm zur ersten Finanzierung einer Idee – allerdings liegt der Fokus nicht wie beim Media Lab Fellowship darauf, das Startup eng zu begleiten. Wir wohnen in unterschiedlichen Städten und haben schon vor Corona viel im Home-Office gearbeitet. Das Media Lab Bayern wurde im September 2019 unser neues Zuhause, in dem wir uns regelmäßig Face-to-Face treffen.

Egal, wie sehr du dein Produkt liebst: Der Kunde muss es mehr lieben

Ebenso wichtig wie ein kostenfreies Büro in bester Münchner Lage war für uns der Austausch mit den anderen Startups im Fellowship. Andere Gründer und solche, die es geschafft haben, geben in gemeinsamen Seminaren, Coachings und informellen Treffen wie dem Startup-Frühstück wertvolle Denkanstöße. Und manchmal löst sich ein Problem einfach zwischen Burger und Pommes. Manch leere Phrase aus Startup-Ratgebern füllt das Media Lab mit Leben – und schaffte es so, das Beste aus uns, unserer Idee und unserem Produkt herauszuholen. Unser vielleicht größtes Learning ist, uns eine Frage immer und immer wieder zu stellen: Wie entwickeln wir ein Produkt, das nicht nur wir, sondern vor allem unsere Kunden lieben?

Relevante Details, keine Cookies, keine nervigen Consent-Banner

Konkret machen wir das mit einem Software-as-a-Service Web-Analytics Produkt. Wir zeichnen detaillierte Nutzerdaten auf Websites auf, werten sie aus und stellen sie für unsere Kunden übersichtlich und leicht verständlich dar.

Die Daten daraus fließen in strategische Entscheidungen. Ein Beispiel: Einer unserer Kunden betreibt eine Video-Streaming Plattform. Hier zeichnen wir auf, welche Trailer durchstöbert werden und wo Filme abgebrochen werden. Auf dieser Grundlage kann er besser entscheiden, welche Filme im Angebot bleiben, welche prominent positioniert werden und welche rausfliegen. Uns ist wichtig, nicht nur technische Zahlen wie die Anzahl der Page Impressions anzuzeigen, sondern diese Daten zu wirklich nutzbaren Einsichten zu verarbeiten.

Andererseits fließen die Daten in die Verbesserung von UI und UX. Unsere Kunden können sich in Videos ansehen, wie Nutzer über die Website navigieren – daraus kann man viel für die Optimierung lernen. Was unsere Tracking-Technologie besonders macht: relevante Details, keine Cookies, keine nervigen Consent-Banner.

Text: Focal Analytics

Christian Simon

Christian Simon hat nach dem Studium der Politik- und Medienwissenschaften und des Journalismus zunächst als Nachrichtenredakteur für die Süddeutsche Zeitung gearbeitet. Inzwischen ist er hauptberuflicher Innovation Editor beim Media Lab Bayern und unterstützt Startups, Medienhäuser und Medienpioniere bei der Innovation.

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