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Open Innovation Challenge

Kostenlose Tools & Formate für mehr Vielfalt in deinem Unternehmen!

Nicht nur wir finden, dass Vielfalt und eine antirassistische Grundhaltung in den Medien Normalität sein sollte. Jetzt kannst du dazu beitragen, dass Inklusion und Antirassismus Teil der deines Unternehmen und damit der deutschen Medienlandschaft werden!
Aus über 20 Einreichungen haben wir 5 Ideen ausgewählt und mit einer Entwicklungspauschale unterstützt. Die Ergebnisse unserer Challenge und bereits zuvor existierende Lösungen stellen wir euch ab sofort hier gratis zu Verfügung:
Fertige Tools und Formatideen, die ihr für euer Medienhaus nutzen könnt!

Die Medienlandschaft in Deutschland hat ein Problem: Sie ist nicht repräsentativ.
Denn: Während die deutsche Gesellschaft immer vielfältiger wird, sind
nicht-weiße Sichtweisen und Medienmacher:innen in deutschen Medienhäusern noch immer unterrepräsentiert.

Ohne verschiedene Perspektiven in den Redaktionen ist auch der rassismuskritische Sprachgebrauch häufig nur Randthema. Es fehlen Diversitätsstrategien in der Medienbranche, antirassistische Sensibilisierung in journalistischen Ausbildungen und ein generelles Bewusstsein für den Wert von Vielfalt.

LET'S MAKE A CHANGE! 🚀

Finde jetzt Formatideen und Tools für dein Medienhaus

Die Kettenre(d)aktion

Die Kettenre(d)aktion ist ein Interview-Format für Instagram Live, bei dem People of Colour, BPoC und Menschen, die Marginalisierungserfahrungen machen, vertreten sind. Es wird sprichwörtlich das Mikrophon von Gesprächspartner:in zu Gesprächspartner:in weitergereicht und die interviewte wird somit zur interviewenden Person.

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Diversal Analytics

Diversal Analytics zeigt, wie divers Online-Journalismus wirklich ist. Unsere KI untersucht euer Portal auf erwähnte oder abgebildete Personen und sagt euch, wie es um den Anteil der Geschlechter, Altersgruppen und People of Color bestellt ist.

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in.media – intersektionaler Newsletter

Der Newsletter macht Veröffentlichungen von Journalist:innen aus marginalisierten Gruppen sichtbar. Das Editorial wird wechselnd von einem/r marginalisiertem/r Journalist:in gestaltet. Medienhäuser können im Newsletter außerdem Jobangebote veröffentlichen.

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Masala Images – Inclusive Stock Media

Masala Images ist eine Mediendatenbank, mit der ihr sorgfältig ausgewählte Bilder zur Erstellung von Kommunikationsmitteln findet, welche die Gesellschaft angemessen und authentisch widerspiegeln.

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Masala Talents – Inclusive Recruitment

Masala Talents ist eine ethnisch diverse Personaldatenbank. Dadurch sollen mehr Sichtbarkeit und professionelle Kooperationsmöglichkeiten für unterrepräsentierte Talente aus den Bereichen Kreation und Technologie geschaffen werden.

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Nutze bereits existierende Lösungen oder lass dich inspirieren

IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung

Neben Beratungsleistungen bieten wir wissenschaftlich fundierte Weiterbildungsangebote sowie Inhouse-Seminare und Vorträge im Themenfeld Diversität und Diskriminierung an.

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Halbe Katoffl Podcast | Für Antirassismus und Vielfalt

Der Halbe Katoffl Podcast ist eine Gesprächsreihe mit Deutschen, die nichtdeutsche Wurzeln haben. Host ist der Journalist Frank Joung, dessen Eltern aus Korea kommen.

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Kanackische Welle | Der Podcast zu postmigrantischen Identitäten

Wir sprechen zwei Mal im Monat über Sexualität, Männlichkeit, Race, Gender, Kultur und Politik und setzen den Fokus auf einen multikulturell-deutschen Blickwinkel. Bei uns lachst und lernst du gleichzeitig sehr viel.

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Leidmedien.de | Ein Projekt der SOZIALHELDEN

Wir setzen uns für eine klischeefreie Berichterstattung in Wort und Bild über Menschen mit Behinderungen ein. Wir wollen, dass Redaktionen diverser werden.

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Mediendienst Integration | Zahlen, Fakten und Hintergrundberichte

Auf unserer Serviceplattform für Journalist:innen bieten wir Zahlen, Fakten und Hintergrundberichte zu Migration, Integration und Asyl in Deutschland an.

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Mediendienst Integration | Webstory #imgespräch

Erkenntnisse für eine bessere Berichterstattung über Hassverbrechen durch den Austausch von Betroffenen der Anschläge in Halle und Hanau und den berichtenden Journalist:innen.

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MyUrbanology | Ressourcen für Schwarze Menschen und PoC

Durch Interviews, Expert*innen- und Jobpostings, Buchempfehlungen, Beratungsangebote und Lifestyleangebote fördert MyU die Vernetzung und Sichtbarkeit von BiPoC.

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NDM | Geschlossene Gesellschaft in der Chefredaktion

Eine NdM-Recherche über interkulturell vielfältiges Medienpersonal in deutschen Redaktionen und die Ansichten von Führungskräften zu Diversity in den Medien.

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NDM | Gute Berichterstattung braucht präzise Sprache

Das Glossar der Neuen deutschen Medienmacher*innen bietet Formulierungshilfen, Erläuterungen und alternative Begriffe für die Berichterstattung in der Einwanderungsgesellschaft.

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Die Neue Norm | Das Magazin für Disability Mainstreaming

Das Magazin für Vielfalt, Gleichberechtigung und Disability Mainstreaming. Wir denken Inklusion weiter und setzen Behinderung in den gesellschaftlichen Kontext.

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Panthertainment | Diversität als Normalität

Durch Geschichten, in denen Diversität als Normalität gezeigt wird, bietet Panthertainment alternative Blickwinkel zu dem vorherrschenden eurozentrischen Narrativ in der Medienwelt.

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RosaMag | Ein Lifestylemagazin für Schwarze Frauen

RosaMag ist das erste Online-Lifestylemagazin im deutschsprachigen Raum, dass Schwarze Frauen und Freund:innen informiert, inseriert und empowert.

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speakabled. | Für mehr echte Diversität auf den Bühnen in D/A/CH

Menschen mit Behinderung sind auf Bühnen selten sichtbar. Bei speakabled. finden Sie daher Experten, Profis und Fachleute mit einer Gemeinsamkeit: Einer Behinderung.

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@wasihrnichtseht | Alltagsrassismus in Deutschland sichtbar gemacht

Hier können Schwarze Menschen anonym von ihren Rassismus-Erfahrungen in Deutschland berichten und weiße Menschen können lernen, antirassistisch zu werden.

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FAQ – Warum brauchen wir mehr Lösungen?

Was ist der aktuelle Stand zu Vielfalt & Repräsentation in deutschen Medienhäusern?

Die Neuen deutschen Medienmacher:innen haben im Mai 2020 eine Studie zum Thema “Diversity im deutschen Journalismus” veröffentlicht, die eine Recherche über interkulturell vielfältiges Medienpersonal in deutschen Redaktionen beinhaltet.

In dieser Studie konnte nur der Anteil der teilnehmenden Chefredakteur:innen mit Migrationshintergrund erfasst werden, es sind 8 von 126. Von diesen 8 Personen repräsentiert niemand eine besonders diskriminierte Gruppe, keine Person ist Schwarz, kommt aus einer muslimisch geprägten Familie oder stammt von einer der größten Einwanderergruppen (türkisch, polnisch, russischsprachig) ab.

Der Anteil der Medienmacher:innen mit Migrationshintergrund konnte überhaupt nicht erfasst werden, da fast alle Medienhäuser aufgrund von Datenschutz bzw. dem Schutz vor Diskriminierung keine Zahlen erheben. Optimistisch geschätzt liegt er bei höchstens 5% (nicht-repräsentative Studie in NRW von 2016).
Diese Angabe bezieht sich allerdings auf alle Personen mit Migrationshintergrund, sichtbar oder nicht sichtbar (“weiß konnotiert”). Die Zahl der Medienmacher:innen mit sichtbarem Migrationshintergrund ist somit definitiv geringer.

Im Vergleich haben lt. Statistischem Bundesamt aktuell 26% der Bevölkerung Deutschlands einen Migrationshintergrund (also wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurden).

Warum fehlt es bis jetzt an Vielfalt in der deutschen Medienbranche?

Lt. der Studie “Diversity im deutschen Journalismus” der Neuen deutschen Medienmacher:innen teilen die meisten der befragten Chefredakteur:innen zwar die Forderung nach vielfältig besetzten Redaktionen, wollen jedoch keine konkreten Maßnahmen oder Ziele definieren.

  • Kein deutsches Medienhaus verfügt über eine langfristige, vollumfängliche Diversitätsstrategie wie zum Beispiel die der BBC.
  • Eine rassismuskritische mediale Praxis wird in der journalistischen Ausbildung bislang nicht bzw. nicht ausreichend thematisiert.
  • Bis jetzt fehlt ein ausreichendes Bewusstsein der Medienhäuser darüber, warum Vielfalt und Antirassismus in der Medienwelt wichtig sind.
  • Lt. Aussage der Medienhäuser werde bei der Einstellung einzig auf Kompetenz geachtet, außerdem gebe es nicht genug Bewerber mit vielfältigem Hintergrund.

Warum führt das zu einer schlechteren Medienlandschaft?

  • Die Medien können die Realität nicht mehr ausreichend erfassen, da viele Perspektiven ausgespart werden.
  • Erfahrungen, die die Mehrheitsbevölkerung nicht macht, wie zum Beispiel Rassismus, werden unsichtbar oder nicht ausreichend thematisiert.
  • Eine wachsende Zielgruppe von Menschen, die nicht-weiß sind oder Migrationsgeschichte haben und gleichzeitig Gebührenzahler:innen sind, wird verfehlt, weil ihre Perspektiven in den Medien nicht wiedergegeben werden.
  • Die Gesellschaft wird eindimensional dargestellt und Stereotypen werden verfestigt (Stichwort: Chimamanda Adichie mit "The Danger of a Single Story"). Wenn man nur eine Perspektive auf eine Situation erhält, erachtet man diese als absolute Wahrheit.

Unsere Challenge Expertin

Pia Lexa hilft dir bei Fragen zur Open Innovation Challenge weiter.

Hast du eine Frage zum Open Innovation Programm?

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