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But we didn't stop there!

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27. Mai 2019

But we didn’t stop there! — So weit sind unsere Teams in 3 Monaten Media Startup Fellowship gekommen

Drei Monate ist unser Batch #5 jetzt schon bei uns im Media Lab Bayern. Mit welchen Herausforderungen mussten die Teams kämpfen? Was haben sie gelernt? Hier gibt’s den Einblick in den Lab-Maschinenraum. ⚙🛠

»All about Product« lautete das Motto in den vergangenen drei Monaten in unserem Media Startup Fellowship. In der ersten Phase unseres Batch #5 hatten wir acht Startups aufgenommen - doppelt so viele wie bislang - und mit ihnen konsequent am Produkt gearbeitet. Am Ende jeder 3-Monats-Phase steht seit diesem Jahr bei uns ein Pitchday, bei dem die Teams intern einer Fachjury ihren Fortschritt vorstellen. Diesmal haben Jan Ippen, Geschäftsführer von Ippen Digital, Kerstin Fröhlich, Innovationmanagerin von SPIEGEL und Andrea Pattiasina, Partnermanagerin von 1&1 unsere Teams auf Idee und Marktpotenzial durchgeprüft.

Aber wie ist es den Teams in den drei Monaten ergangen? »Das Fellowship fordert schon. Wir sind innerhalb von 3 Monaten von der Idee zum festen Team und fertigen Prototypen herangewachsen. Das hätten wir ohne diesen Rahmen so nicht geschafft«, sagt Christian Wust, Co-Founder und CMO von Webmag, einem CMS, mit dem man statt altmodischen PDFs digitale Kundenmagazine erstellen kann. »Durch wöchentliche Coachings haben wir gelernt, ständig präsent zu sein, das hat uns bei Events enorm geholfen. Die vielen Networking-Events und Messeauftritte im Fellowship haben uns gefordert, unsere Pitchdecks zu aktualisieren und für ein jedes Publikum passende Folien parat zu haben. Das hat uns vor allem bei unserem Besuch der OMR so richtig geholfen. Dort konnten wir gute und wertvolle Kontakte knüpfen. Insgesamt sind wir jetzt nach 3 Monaten so weit, dass wir als nächstes eine Vermarktung des Produktes angehen können.«

In den neun Monaten des Fellowships erhalten die Startups bis zu 40.000 Euro Funding, aufgeteilt in 3 Phasen. 10.000 Euro in der ersten Phase »Product«, 10.000 Euro in der zweiten Phase »Sales« und 20.000 Euro in der dritten Phase »Invest«. Zusätzlich gibt es für die Teams feste Arbeitsplätze bei uns im Lab, wöchentliche Startup-Coachings und Treffen mit mit erfahrenen Mentoren aus der Medienbranche.

»Das Media Lab Bayern ist nicht nur einfach einer von vielen Inkubatoren. Man merkt, dass hier richtig Herzblut dahinter steckt. Lina und ihr Team können einen immer sofort mit den richtigen Personen vernetzen. Für uns, die davor noch nie mit der Medienbranche zu tun hatten, waren die drei Monate im Media Lab der schnellste Weg Kontakte zu Medienunternehmen bekommen.« Luminovo Gründer Timon Ruban hatte das auch nötig, denn sein Deep Learning Unternehmen, das mithilfe von KI repetitive Arbeitsprozesse erleichtern möchte, hatte zunächst gar nicht wirklich die Medienbranche anvisiert. Doch als ProsiebenSat.1 ein Pilotprojekt mit Luminovo startete, wurde schnell klar, dass die KI basierend auf Bild-, Video- und Datenanalyse auch gut genutzt werden kann um, bei der Auffindbarkeit von Texten und Videos zu helfen.

»Wir konnten durch das Netzwerks des Media Labs bereits einige Medienunternehmen als Testkunden gewinnen und haben dadurch viel besser verstanden, wie unsere KI auch in der Medienindustrie Anwendung finden kann. Dadurch wurde das Produkt viel sichtbarer und wir hoffen, dass wir jetzt in den nächsten 6 Monaten den Weg zum fertigen Produkt klar abstecken können.«

Auf einem guten Weg zum Produkt sind auch Peter-Georg Lutsch und Juliane Benad von Sidepreneur, einer Plattform, die sich mit Blogs, einem top-rated Podcasts und vielen Infomaterialien an nebenberufliche Gründer richtet und dieses Jahr den XING New Work Award gewonnen hat. „Unter den zahlreichen Aktivitäten für Startups in München, die sich aber hauptsächlich auf Tech und Fintech spezialisieren, haben wir mit dem Media Lab Fellowship endlich ein Programm gefunden, dass sich an Medienunternehmen richtet.“ Für Peter-Georg sind es vor allem die Coachings des Media Startup Fellowships gold wert. »Was man in so kurzer Zeit erreichen kann, ist erstaunlich. Wir haben gelernt, vieles zu hinterfragen und uns nochmal komplett neu aufgestellt. Wir haben durch ständigen Kontakt mit Kunden, Kundentests und Befragungen unsere B2B Zielgruppe entdeckt und somit unseren Business-Case nochmal neu entwickelt.«

Zuerst die Meinung der Kunden einholen, bevor man sich zu sehr auf eine Lösung versteift, das war auch die größte Erkenntnis von Georg Horn von Varia. Mit seiner Nachrichtenplattform wollen er und sein Team durch das Clustern von Themen und Perspektiven den Content personalisierter aufbereiten. »Mit Hilfe der Coaches haben wir gelernt, dass Kundenfeedback super wichtig ist. So konnten wir die Bedürfnisse der Zielgruppe viel besser einschätzen und haben einige neue B2B-Use-Cases für unser Produkt entwickelt. Als doppelter Ausländer (Schweizer und Medienoutsider) war es für mich dabei schwer, Zugang zu dieser oft versteinerten Industrie zu finden. Aber durch das große Netzwerk vom Lab konnten wir viel wertvolles Feedback von unserer Zielgruppe erhalten und haben jetzt nicht nur einen besseren Einblick in die Bedürfnisse der Medienunternehmen, sondern auch ein neues B2B Geschäftsmodell.«

Aber auch Kenner der Medienbranche wie Mustafa Isik von Kerngedanke, der lange die Software Abteilung beim BR geleitet hat, können durch die Coachings noch Einiges dazu lernen: »Ich habe langjährige Erfahrung aus der Medienbranche in mein Startup mitgebracht, aber die Coaches haben mir gezeigt, dass man nie auslernt. Für uns war anfänglich vor allem das Funding von 40.000 Euro ausschlaggebend für die Bewerbung beim Media Startup Fellowship. Im Bootcamp und der zweiwöchigen Startup School wurden wir dann aber durch Erstellen von Business Model Canvas, der Value Proposition und ständigen Nutzerinterviews mit Papierprototypen herausgefordert, unser Geschäftsmodell noch mal komplett zu überdenken. Dazu muss man auch als erfahrener Gründer definitiv bereit sein: Sich auf die Coaches einzulassen und genügend Flexibilität mitbringen.« Kerngedanke ist eine Plattform, die Bespielung von Inhalten über viele Kanäle ermöglicht. Das Unternehmen gibt es erst seit November 2018, ein erstes Produkt steht aber bereits in den Startlöchern. »So schnell einen Weg zum Produkt zu finden, hätten wir ohne die Hartnäckigkeit der Coaches, die immer wieder auf die Einhaltung der Meilensteine und wöchentlichen Ministones gepocht haben, nicht erreicht.«

Das können auch unsere externen Experten, Kerstin Fröhlich vom Spiegel, Andrea Pattiasina von 1&1 und Jan Ippen von Ippen Digital bestätigen:

»Es ist schon toll zu sehen, was die Startups zu präsentieren haben und die Produkte könnten auf jeden Fall auch Anwendungen in unseren Unternehmen finden.«

Unsere Expertenjury: Jan Ippen, Dennis Fischer (MLB Coach), Kerstin Fröhlich, Andrea Pattiasina und Lina Timm (MLB CEO)

Die drei Experten sollten die Startups beim Pitchday nochmal aus einer anderen Perspektive bewerten: »Als Außenstehende haben wir natürlich einen ganz anderen Blick darauf, wie man die Pitches vielleicht beim ein oder anderen Team noch einmal anders auslegen könnte und haben die Möglichkeit zusätzlich Ratschläge zu geben, worauf sich die Teams in der zweiten Phase fokussieren können.«

Und in der zweiten Phase bleibt es spannend. Bei fast allen Teams geht es jetzt darum, erste Kunden zu gewinnen und das Produkt dann auch gewinnbringend zu vermarkten. Auch hier werden wir und unsere Coaches zusammen mit den Teams wieder mit viel Hochdruck daran arbeiten, unsere Startups zum Unicorn zu machen.🦄🚀

Ihr arbeitet auch an einem Medien-Startup? Wenn ihr schon einen ersten Prototypen und ein ein bestehendes Team habt, könnt ihr euch noch bis zum 15. Juni 2019 auf unser Batch #6 des Media Startup Fellowship bewerben!